Rügensche Bäderbahn im Rügen-Lexikon

Die Rügensche Bäderbahn ist wohl das was man sofort mit Rügen verbindet, wenn man nicht gerade an die Kreidefelsen denkt. Besser bekannt ist die Rügensche Bäderbahn allerdings unter dem Namen Rasender Roland. Diese Schmalspurbahn, mit einer Spurbreite von 750 Millimetern ist ein Erlebnis für sich und darf in keinem Fall auf der Liste der „to do" auf Rügen fehlen. Der Rasende Roland ist eines der Wahrzeichen von Rügen. Verbunden sind durch die dampfbetriebene Schmalspurbahn die Orte Putbus, über Binz, Sellin und Babbe mit Göhren. Mit historischen Dampflokomotiven und Waggons, die teilweise fast 100 Jahre alt sind, wird eine Strecke von 24,1 Kilometern abgefahren. Der erste Streckenabschnitt des Rasenden Rolands führte von Putbus nach Binz und wurde im Jahre 1895 ganz feierlich eröffnet. Er ist bis heute voll und ganz in Betrieb.

Die meisten Strecken des einst sehr weitreichenden Netzes wurden in den 1960er Jahren stillgelegt. Errichtet wurden die Strecken einst von der Rügenschen Kleinbahnaktiengesellschaft RüKB. Im Jahre 1940 übernahmen die neugegründeten Pommerschen Landesbahnen die Rügensche Kleinbahnaktiengesellschaft und im Jahre 1945 wurden die Strecken in Mecklenburg-Vorpommern dem Landesbahnamt Demmin unterstellt. Im Jahre 1949 wurden die Strecken von der Deutschen Reichsbahn übernommen und im Jahre 1966 ging der Betrieb der noch verbliebenen Strecke an die Deutsche Bahn AG. Diese gründete dann die Rügensche Kleinbahn GmbH & Co. Nach Insolvenzen und einigen Turbulenzen um die Eigentumsverhältnisse ging das Streckennetz auf Rügen schlussendlich im Dezember 2007 an die Eisenbahnbaubetriebsgesellschaft Pressnitztalbahn mbH. Sie soll den Rasenden Roland für die nächsten 20 Jahre betreiben.



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