Bug im Rügen-Lexikon

Bug ist eine Halbinsel, die sich an Rügen anschließt und die westliche Landzunge der Halbinsel Wittow auf Rügen sowie das dortige frühere Dorf ausmacht. Die Bezeichnung geht auf das Jahr 1884 zurück, als der Inhaber der Landzunge, Ritter Antonius de Buge, erstmals urkundlich erwähnt wurde. Bug leitet sich aber auch von Biegung ab, was in den geografischen Gegebenheiten begründet ist. Die Halbinsel Bug macht eine Fläche von rund 500 Hektar aus und grenzt südwestlich an Bodden. Die südlichste Spitze von Bug ist der Buger Haken. Zudem gibt es viele weitere Sandhaken, von den Bug der größte ist, der auch weiterhin wächst. Von der Insel Hiddensee ist Bug nur durch eine regelmäßig freigespülte Fahrrinne getrennt.

Der südliche Bereich von Bug gehört zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft und war über viele Jahrzehnte hinweg ein militärisches Sperrgebiet. Daher konnte sich die Natur hier ziemlich ungestört entwickeln und es gibt umfangreiche Wälder, Dünenlandschaften und Feuchtgebiete, die sehr artenreich sind. Die meisten Wälder wurden als Forst angelegt und sind der Lebensraum für zahlreiche wirbellose Tiere, wie Würmer und Muscheln. Aufgrund der reichhaltigen Nahrungsquelle werden auch viele seltene einheimische Vogelarten angezogen. Zudem halten sich auch viele Zugvögel hier auf. Im Jahre 2001 begann man mit umfangreichen Sanierungen des Bug. In den folgenden Jahren wurden sehr viele alte Gebäude abgerissen oder komplett restauriert. Hintergrund dieser Arbeiten war eine umfangreich Planung eines Ferien -und Freizeitzentrums. Da es leider zu wenige private Investoren gibt und die finanziellen Mittel nicht ausreichten, gibt es seit 2003 eine Projektstillstand.


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