Seebrücke Sellin im Rügen-Lexikon

Die Seebrücke Sellin ist eine Seebrücke, die sich im Ostseebad Sellin auf der Insel Rügen befindet. Mit ihren 394 Metern ist sie die längste Seebrücke der gesamten Insel. Die erste Seebrücke war hier bereits im Jahre 1906 entstanden und wurde das Opfer eines Brandes im Jahre 1920. Somit war ein Neubauer erforderlich. Der im Jahre 1925 vonstatten ging. Die neue Brücke wies damals eine Länge von ungefähr 500 Metern auf. Im Winter 1941/42 wurde die Brücke durch einen schweren Eisgang weitgehend zerstört. Das Brückenhaus blieb allerdings verschont und wurde in den 1950er bis 1970er Jahren in ein beliebtes Tanzlokal umgewandelt. Da sich allerdings zu Zeiten der DDR niemand weiter um das Gebäude kümmerte, verfiel es zusehends und man musste den maroden Brückenkopf mit seinen sämtlichen Aufbauten im Jahre 1978 abreißen.

Nach einem Besuch von Richard von Weisecker im Jahre 1991, der weitereichende Unterstützungen des Wiederaufbaus zusagte, begann man mit den Restaurierungsmaßnahmen. Im Jahre 1992 nach der Wende begann man in vielen kleineren Abschnitten mit dem Wiederaufbau der Seebrücke Sellin. Diese wurden ganz nach den Vorbildern von 1906 und 1925 vorgenommen. Am 20. Dezember 1997 wurde das Band zur bautechnischen Übergabe durchgeschnitten und am 2. April 1998 fand die offizielle Eröffnung des neuen Brückenhauses samt der Gastronomie statt. Heute ist die Seebrücke ein Touristenmagnet, der seinesgleichen sucht. In einem lichtdurchfluteten Palmengarten, der sich über zwei Etagen erstreckt, kann man es sich gut gehen lassen. Von dort aus hat man einen freien Blick auf das Meer und den Strand. Besonders reizvoll ist der Kaisersaal, in dem 100 Gäste Platz finden. Hier finden sehr oft Hochzeiten statt, denn direkt auf der Seebrücke befindet sich ein Standesamt. Aber auch andere Veranstaltungen und Bankette finden in den neuen Räumen der Seebrücke statt.

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Text (c) 2017: C. H.

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