Dorfkirche Baabe im Rügen-Lexikon

Die Dorfkirche Baabe befindet sich im Ostsseebad Baabe auf Rügen und ist eine evangelische Kirche. Als zum Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts Baabe immer mehr zu einem Ostseebad wurde, führte der damalige Pfarrer für die zahlreichen Badegäste Freiluftgottesdienste in Baabe ein. Allerdings folgte schnell die Planungen zur Errichtung einer festen Kirche. Die Grundsteinlegung fand am 11. Juli 1939 statt. Entworfen hat die Kirche der Berliner Architekt Erhard Schmidt. Der über viele Jahre lang regelmäßig ein Kurgast in diesem Ort war. Am 20. September 1929 fand das Richtfest statt und bereits am 24. Juni 1930 wurde feierlich die Kirche eingeweiht. Kurze Zeit nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten veranlasste die Kirchengemeinde am 23. April 1933 die Pflanzung einer Hitler- und einer Hindenburg-Eiche. Bis heute sind beide Bäume erhalten geblieben und befinden sich vor der Kirche. Allerdings sind sie namenlos. Über das Hilfswerk der evangelischen Kirche erhielt die Dorfkirche Baabe im Jahre 1958 eine Glockenläutmaschine. Im Jahre 1968 schaffte man eine kleine Orgel an und 1971 deckte man das Turmdach neu ein. Auch der Glockenstuhl wurde neu gestrichen. Im Jahre 1987 erfolgte dann eine Reparatur des Turmdaches, die in Eigenleistung von Gemeindemitgliedern durchgeführt wurde. Auch die Kirche von Innen und die Außenfassende wurde neu renoviert.

Zu Zeiten der DDR diente die Kirche als Ort für zahlreiche Einwohnerversammlung. Weitere Sanierungsmaßnahmen fanden in der Zeit zwischen 1993 und 1997 statt. Dabei erhielten die Säulen in der Vorhalle einen Schutz gegen die aufsteigende Feuchtigkeit. Auch das Kirchenschiff und der Turm wurden neu eingedeckt. Des Weiteren erneuerte man den Dachstuhl. Die Fassade war erneut im Mai 2001 Gegenstand von umfangreichen Renovierungsmaßnahmen. Am 10. Jahrestag der Deutschen Einheit wurde auf dem Vorplatz der Kirche ein Mahnmal eingeweiht. Es trägt die Aufschrift "Zum Gedenken an die Opfer aller Kriege, Diktaturen, rassischer und politischer Verfolgung und Vertreibung". Im Innern der Kirche wurde im Jahre 2004 die Empore durch eine Wand vom restlichen Teil der Kirche abgetrennt. So konnte man einen Versammlungsraum einrichten. Ungewöhnlich ist die Architektur der Kirche, denn das Gewölbe erinnert an ein Boot, dass kieloben liegt. Gleiches gilt für die Fenster. Des Weiteren befindet sich an der südöstlichen Ecke eine Außenkanzel, die auf die alte Tradition der Freiluftgottesdienste zurück geht.

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Text (c) 2017: C. H.

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