Gustavia im Rügen-Lexikon
Der Name Gustavia ist aus dem 19. Jahrhundert bekannt. In Verbindung wird er mit der
schönen Ostsee-Insel Rügen gebracht, auf der er Name eines bestimmten Hafenprojekts war.
Es sollte ein befestigter Kriegshafen auf Rügen entstehen. Hintergrund der erwünschten
Strategie war es, Vorteile für den Handel und das Militär zu schaffen. Vermessungen für die
Eignung eines Hafenbaus auf dem Mönchsgut am Zicker See fanden bereits im Jahre 1806
statt. Laut Aufzeichnungen bestätigten sich die Vermutungen, dass der Zicker See als
Hafenbecken eine Ausgezeichnete Lösung wäre und für ca. 300 – 400 Schiffe den
erforderlichen Platz bieten würde. Nach Erteilung des Auftrages eines Hafenbaus durch den
König Gustav IV. Adolf im Planungsjahr 1806 begannen unter Leitung von Oberstleutnant
Ljungberg die ersten Arbeiten. Durch den Einzug der Franzosen Ende 1807 scheiterte das
Projekt allerdings. Die bis zu diesem Zeitpunkt bereits errichteten Anlagen des Projektes
wurden bis 1811 komplett von den Franzosen zerstört und zählten somit zur Geschichte. Ein
Abtransport der bereits vorhandenen Materialien war unumgänglich. Der König Gustav IV.
Adolf gab die Planung und Erzielung einer Stadtgründung aus diesen Gründen auf. Der
Zicker See diente in den darauffolgenden Jahren lediglich als Anlegeplatz um Schiffe zu
Überwintern und Nothafen. Interessante Entdeckungen wurden im Jahr 1995 gemacht. Es
wurden Holz-Stein-Konstruktionen entdeckt, die auf die Schwedenzeit zurückzuführen sind.
Sie liegen in drei Meter Tiefe und lassen ebenfalls eine Landungsbrücke der Franzosen
erkennen. Es bestätigt sich hiermit immer wieder, dass Rügen eine sehr interessante
Geschichte hat und stillt den Hunger wissenshungriger Touristen in Verbindung mit anderen
Attraktionen, welche die Ostsee-Insel andernorts zu bieten hat.


