Güstelitz im Rügen-Lexikon
Güstelitz ist ein Ort auf Rügen, der sich in Alt Güstelitz und in Neu Güstelitz gliedert.
Güstelitz hatte ursprünglich die Form eines Weilerdorfes und war zeitweise auch ein
Einzelgehöft. Zum Ende des 20. Jahrhunderts und Anfang des 21. Jahrhunderts ergab sich das
Erscheindungsbild von Neu Güstelitz als ein Straßendorf. Allerdings ist hier nur die südlich
Straßenseite bebaut. Die gesamte Region von Güstelitz gehört komplett zum Gebiet des
Bisophärenreservats Südost-Rügen. Umgeben sind die beiden Ortsteile von schönen Wäldern,
mit schattenspendenden Bäumen, sowie von einigen Sümpfen und Feldern. Die
Namensgebung stammt aus dem Slawischen und geht sehr wahrscheinlich auf einen
Personennamen zurück. Als Ghustelitze wurde der Ort erstmals im Jahre 1318 urkundlich
erwähnt. In der Zeit zwischen dem 15. und dem 18. Jahrhundert befand sich Güstelitz im
Eigentum der Familie von Scheelen. Nachweislich hatten hier um 1577 zwei Bauernhöfe mit
ein wenig Acker und zwei Katen Bestand. Der Ort befand sich um 1700 für einen kurzen
Zeitraum im Pfandbesitz der Familie von Bohlen und ging im 18. Jahrhundert an die Familie
von Platen über. An das Haus von Putbus wurde Güstelitz im Jahre 1785 verkauft. In den
nächsten Jahren wurde hier eine Ziegelei eingerichtet und zwischen 1810 und 1820 entstand
eine Häuserkolonie. Als im Jahre 1896 die Strecke der Rügenschen Kleinbahn von Altefähr
nach Putbus eröffnet wurde, war Güstelitz ein Haltepunkt, bis in den 1960er Jahren der
Zugverkehr hier eingestellt wurde. Heute dienen weite Teile der ehemaligen Bahnstrecke als
Rad- und Wanderweg. Zudem hat man zum Ende des 20. Jahrhunderts mit dem Bau von
vielen Wohngebäuden in Neu Güstelitz begonnen.


